Zwei neue Wege Apps aus der Nähe, ohne Internet zu erhalten

Es gibt viele Gründe, warum es oftmals besser ist, Sachen ohne das Internet zu erledigen: Datenvolumen ist teuer, die Abdeckung über die Fläche begrenzt, es gibt Aussetzer oder Abschaltungen des Internets, oder auch etwas ist privat und sollte überhaupt nicht online sein. Oder aber bei Einrichtung eines neuen Geräts können alle vorhandenen Apps einfach auf das neue Gerät übertragen werden. Das ist der Grund, warum F-Droid den “Direkt”-Tab eingeführt hat, um Apps und Dateien ohne Internet auszutauschen. F-Droid v1.7 schließt eine wichtige Überarbeitung der bestehenden Funktionalität ein, somit sollte es nun deutlich besser funktionieren, insbesondere im WLAN. An erster Stelle wurden dafür zwei neue “Direkt”-Methoden ergänzt, um wirkungsvolle Arten des App-Austauschs zwischen Geräten bereitzustellen.

Die erste ist der “Hotspot”-Modus, bei dem ein Gerät als WLAN-Zugangspunkt agiert. Android macht es nicht einfach, das zu bewerkstelligen, da Apps nicht immer den WLAN-Status wissen können. Dank der accesspoint-Bibliothek des langjährigen F-Droid-Mitarbeiters @mvdan, gelingt ihnen eine Menge mehr.

Die zweite ist die Verwendung von SD-Karten und USB-OTG (On-The-Go)-Speichermedien als Quelle des F-Froid-Repos. Flash-Laufwerke bieten eine große Bandbreite an Methoden zur Übertragung von Dateien, da sie einfach von Gerät zu Gerät zu bewegen sind. Unser Ziel ist es, die gesamte Handhabung für den Anwender so reibungslos wie möglich zu gestalten, damit die Leute regelmäßig Daten mit diesen preisgünstigen, weit verbreiteten Datenträgern verschieben können. USB-OTG und SD-Karten können sowohl eigenständige Repos als auch Spiegel bestehender Repos beherbergen. Jene Repos müssen zuerst auf das Laufwerk kopiert werden, wie von einem Laptop. Das kann mittels fdroid mirrorgeschehen, zum Beispiel:

$ cd /media/user/F-DROIDORG
$ fdroid mirror https://guardianproject.info/fdroid
$ wget https://guardianproject.info/fdroid/repo/index-v1.jar
$ mv index-v1.jar fdroid/repo/

Die USB-OTG-Unterstützung ist neu und alpha. Sie funktioniert, bedarf aber je nach Anwendererfahrungen noch einer Menge Verbesserungen. Zum Beispiel sollte sie den Scan-Fortschritt anzeigen. Auch Bluetooth ist auf vielen Geräten noch instabil, was zum Teil daran liegt, dass die Geräte generische Datendienste über Bluetooth nur unzureichend unterstützen.